Am vergangenen Wochenende fand der Erlangener Winterwaldlauf bei herrlichem Frühlingswetter statt. Gelaufen wird hier auf einer 5 km Runde durch die Brucker Lache, einem kleinen Waldgebiet im Süden von Erlangen.

Das Angebot an Läufen ist relativ vielfältig und startet beim Bambini-Lauf bis hin zum 10 km und 15 km Lauf.

Da ich das Wochenende zuvor erst am 6 Stunden Lauf in Fürth teilgenommen hatte, war ich mal gespannt was heute so gehen würde, hatte ich mich doch wieder für die 15 km angemeldet.

Das schöne war endlich mal wieder einen Lauf direkt vor der Haustür zu haben. Meine Startnummer hatte ich mir schon am Tag zuvor abgeholt, um alles ohne Stress angehen zu können. Auf Grund der kurzen Entfernung zum Start schwang ich mich morgens auf mein Fahrrad, anstatt das Auto zu nehmen.

An der Brucker Lache angekommen herrschte schon reges Treiben, startete doch gleich der 1,7 km Schülerlauf.

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Da aus der Ausschreibung nicht genau hervorging, ob und wo man sein Gepäck abgeben kann, irrte ich erst etwas umher. Leider musste ich feststellen, dass es in der Nähe von Start und Ziel nur zwei Zelte gab in denen man sich umziehen konnte und dann auch seine Sachen unbeaufsichtigt deponieren konnte.

Ich schaute mich schon vor dem Start nach ein paar bekannten Gesichtern um, wusste ich doch dass einige mir bekannte Läufer hier an den Start gehen wollten. Doch in dem Gewusel konnte ich niemanden entdecken und so konzentrierte ich mich erstmal auf meinen Lauf und begab mich auf eine kurz Einlauf-Runde. Wie gehofft waren die Wege relativ trocken und so war meine Wahl in den On Cloudsurfern zu starten die Richtige.

Kurz vor 13:00 Uhr sammelten sich alle Starter an der Startlinie und nach dem die Sprecher noch ein paar nette Worte an alle gerichtet hatten, fiel auch schon der Startschuss. Ich hatte mich extra nicht ganz vorne eingereiht, um nicht zum Slalompfosten zu werden. Doch hatten sich viele andere langsamere Läufer relativ weit vorne positioniert, wodurch sie für mich auf den ersten 500 m zu Slalompfosten wurde. Auf den ersten Metern erkannte ich auch noch einen Bekannten der mich anfeuerte, leider habe ich später vergebens nach ihm Ausschau gehalten.

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Bild von Stefan Schöner

Nach 500 m hatte sich das Feld dann aber schon ganz gut auseinander gezogen und die Überholmanöver wurden weniger, so dass man sich auf seine Pace konzentrieren konnte. Nach 1 km piepste die Uhr und zeigte 4:17 min/km … shit zu schnell, das halte ich nach dem letzten  Wochenende sicher nicht durch … also etwas Tempo herausgenommen. Die nächsten Kilometer lagen alle so um die 4:30 min/km, was eigentlich auch noch zu schnell war, peilte ich doch eine Durchschnitts-Pace von 4:45 min/km an. Doch es lief überraschend gut und so ließ ich es einfach Laufen mit dem Gedanken im Kopf, dass ich eventuell auf den letzten Kilometern einbrechen würde.

Der erste der drei 5 km Runden war nach genau 22:00 Minuten absolviert und die Beine fühlten sich fit an, also schnell ein Schluck Wasser und ab auf die nächste Runde.

Auf der zweiten Runde war die Strecke leicht variiert worden und so ging es jetzt auf gut 500 m auf ein schon fast singletrailmäßiges Stück, was mit Wurzeln gepflastert war. Hier hieß es konzentriert Laufen um ja nicht zu Stürzen. Da man den Rest der Runde kannte wusste man nun wo einen was erwartete. Die ersten 2,5 km der Runde geht es immer ganz leicht bergauf, insgesamt nur 20 Höhenmeter, aber die merkt man und zum Glück auch wenn es diese auf der zweiten Hälfte wieder bergab geht.

Ich hatte meine Pace jetzt ganz gut gefunden und so war die zweite Runde nach 22:24 Minuten absolviert etwas langsamer als die erste Runde,  aber immer noch schneller als geplant.

Ich hoffte auch die dritte Runde noch in der gleichen Pace durchziehen zu können merkte aber, dass die Beine etwas schwerer wurden. Zum Glück fand sich zu Beginn der dritten Runde eine kleine Gruppe zusammen, die fast die gleiche Pace ging und in der ließ ich mit ziehen. Das Mitlaufen in dieser Gruppe verlief bis zu Kilometer 13 ganz gut doch dann gaben zwei der Gruppe noch mal richtig Gas und zogen davon. So waren wir nur noch zu dritt und ich hoffte nur, dass die anderen Beiden nicht zu früh in den Schlussspurt gehen würden. Nach dem keiner von Beider auch nur den Anstand machte nochmal Gas zu geben war ich es dann der 1 km vor dem Ziel die Pace nochmal etwas anhob und auf den letzten 500 m nochmal. Der eine rief mir noch irgendetwas hinterher, was ich aber nicht mehr verstand, ich konzentrierte mich auf die letzten Meter und einen Läufer den ich auch noch kassieren wollte. Nach 22:10 Minuten war die dritte und letzte Runde absolviert, was eine Gesamtzeit von 1:06:34 Minuten machte.

Mit der Zeit war ich mehr als zufrieden, verbesserte ich meine eigene PB um gute 3 Minuten, was für heute eigentlich gar nicht auf dem Plan stand. Aber so ist es oft, wenns mal läuf, dann läufts und dann sollte man es auch Laufen lassen.

Somit belegte ich in meiner Altersklasse den 7ten Platz und den 45ten bei den Männern, also meh als ok.

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Im Zielbereich traf ich dann auch auf Jörg Walz, einen Läufer den ich bis jetzt nur über Strava kannt, obwohl er keine 5 km  von mir entfernt wohnt. In einem kurzen Gespräch stellte sich dann auch noch heraus, dass er meine Eltern kennt … die Welt ist wirklich ein Dorf. Jörg startete dann noch im 10 km Rennen, wo er leider sein Ziel SUB40 knapp verfehlte und er hatte wohl auch noch einen Sturz auf der Strecke.

Am Ende schwang ich mich wieder zufrieden auf mein Fahrrad und trat den Heimweg an, auch wenn die Beine etwas schwerer waren, nahm ich doch noch einen Umweg um das herrliche Wetter zu genießen.

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In diesem Sinne … KEEP ON RUNNING