Gleich zu Beginn der Hinweis: Dieser Blog-Beitrag basiert auf keinerlei professionellen Erfahrungen, sondern spiegelt nur meine persönlichen Erfahrungen wider.

Frag einen Läufer, ob er Yoga macht um besser Laufen zu können. Bei 98% wirst Du wohl am Anfang erstmal nur mit großen Augen angeschaut und dann ein Kopfschütteln bekommen. Ich habe daran auch nie einen Gedanken verschwendet, bis ich über die Seiten von Marius Förster (MarsEndurance) gestolpert bin. Marius ist Läufer, Arzt und Yogi und hat mich durch seine Blog-Beiträge neugierig gemacht, neugierig darauf warum Yoga als Ergänzung zum Laufen interessant sein könnte.

Ich habe dann erstmal das Internet durchforstet und versucht herauszufinden, ob das wirklich was bringt oder nicht. Ihr könnt Euch aber vorstellen, dass man hier jegliche Aussage finden kann. Die einen sind vollkommen überzeugt davon für die Anderen ist es reine Zeitverschwendung.

Also habe ich beschlossen es einfach mal auszuprobieren.

Jetzt bin ich aber auch nicht der, der sich brav in einen Kurs anmeldet und sich das von Profis zeigen lässt, sondern ehr der, der sich einfach mal ein Youtube Video ansieht und mit macht.

Jeder erfahrene Yogi wird jetzt wohl nur mit dem Kopf schütteln, doch ich kann jetzt schon sagen, für mich hat das optimal funktioniert.

Das Finden der für mich passenden Videos bei Youtube hat nochmal einige Zeit gekostet. Ich habe mir viel Schrott angesehen und habe dann zum Glück  die Videos und den Blog von Mady Morrison gefunden.

Mady hat für mich die richtige Art und Weise jemanden an Yoga heranzuführen, sie macht die Übungen zu Beginn alle sehr langsam, so dass auch ein totaler Anfänger mitkommt und sehr bald seine ersten Erfolgserlebnisse hat.

Der Yogastil der hier vermittelt wird ist das Vinyasa Yoga, ein dynamischer Yogastil, der Atem und Bewegung verbindet und körperlich sehr fordernd sein kann.

Atem und Bewegung sind vielleicht die richtigen Stichworte, die hier wichtig sind. Bei den unterschiedlichen Körperhaltungen (Asanas), die im Vinyasa Yoga im Mittelpunkt stehen, bilden die Bewegungen und die Atmung eine Einheit.

Am Anfang war es für mich sehr schwer die Bewegungsabfolgen mit der richtigen Körperhaltung und Körperspannung sowie der Atmung in Einklang zu bringen. Doch nach der 5-10 Wiederholung klappte es eigentlich ganz gut und ich konnte mich darauf konzentrieren worauf es wirklich ankam – „Der Meditation in der Bewegung“.

Meditation heißt für mich hier los zulassen und die Übungen bewusst durchzuführen. Wichtig ist bei mir hier immer, dass ich Ruhe dabei habe und die Übungen nicht einfach mal schnell mache, nur um sie gemacht zu haben.

Und auch wenn viele Übungen sehr locker und entspannt aussehen, musste ich feststellen, dass es wirklich schweißtreibend sein kann und Muskelgruppen gefordert werden, die man sonst so nicht in Anspruch nimmt. Das Ganze auch mit dem Ergebnis: Muskelkater an Stellen wo ich gar nicht vermutet hat, dass ich dort überhaupt Muskeln habe!

Jetzt ist noch die Frage offen, was bringt mir das Vinyasa Yoga im Bezug auf das Laufen?

  • Stabilisieren der Rumpfmuskulatur
  • Sehr intensives Dehnen des gesamten Körpers und speziell der Beine
  • Verbesserung des Gleichgewichts
  • Ausgeglichenheit (über die freut sich besonders meine Frau)

So ich hoffe ich konnte ein paar von Euch etwas neugierig machen und Ihr probiert es auch einfach mal aus.

Vielleicht habt Ihr ja auch Lust einen Kommentar zu hinterlassen und Eure Erfahrungen zu teilen, ich würde mich darüber sehr freuen.